Penza

Penza liegt in der Oblast Penza, 710 km südöstlich von Moskau am Fluss Sura in Russland, im Föderationskreis Wolga. Mit rund einer halben Million Einwohner ist Penza keine der großen russischen Städte. Die Stadt unterscheidet sich topographisch stark von vielen anderen umliegenden Städten aufgrund der sanften umgebenden Hügel und dichten Wäldern.

Penza wurde im Jahre 1663 von Yury Kotransky als ein Außenposten an der südöstlichen Grenze von Russland gegründet. Die Bedeutung des Wortes Penza ist im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen. Es gibt eine Reihe von sich gegenseitig widersprechenden Hypothesen zu einer möglichen Bedeutung des Wortes, angefangen von der Herkunft aus dem Namen eines ehemaligen Bewohners bis zu einer Ableitung aus dem alten Moldawisch.

Wie es üblich war in Grenzstädten, wurden die meisten Häuser aus Holz gebaut. Die Stadt wuchs ungeplant. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts wurde Penza zu einem wichtigen Handelszentrum. Erst 1801 erschienen die ersten Steinhäuser. 1809 hatte Penza eine Bevölkerung von rund 13.000 Menschen. Während des Russischen Bürgerkrieges organisierten tschechoslowakische Militärs einen anti-bolschewistischen Aufstand in Penza. Zur Zeit der Sowjetunion dann entwickelte sich Penza zu einem regionalen Zentrum der Industrie.

Die Stadt Penza kann als regionales Zentrum für höhere Bildung gesehen werden. Penza hat sechs Universitäten (Die Penza State University, die Pädagogischen Hochschule, die Akademie der Landwirtschaft, ein Technologie-Institut, die Universität für Architektur und das Artillerie- und Ingenieur-Institut), dazu 13 Fachhochschulen und über 70 öffentliche Schulen. Daneben ist Penza Standort von drei Theatern, vier Museen und einigen Kunstgalerien.

Die Stadt ist bei manchen Deutschen nur bekannt, weil in diversen Single-Portalen viele junge Frauen aus Penza nach einem Partner suchen. Trotz einer erstklassigen Ausbildung gibt es In Penza für Frauen wenig Perspektiven: Viele russische Frauen wollen Ihre Stadt verlassen, weil ökonomischen Chancen hier sehr schlecht sind und die Ökologie sehr stark belastet ist.

Die Stadt war immer wieder Drehscheibe für internationale Chemiewaffen-Geschäfte. Bekannt ist Penza als "Zwischenlager" für Chemiewaffen. Etwa sieben Kilometer vor der Stadt befindet sich das Chemiewaffenlager Leonidowka, in dem viele tausend Tonnen hochgiftiges Nervengas lagern. Bereits 1993 ergaben Bodenproben rund um Penza eine starke Verseuchung des Bodens mit Dioxinen und Arsen. Seit 2001 versucht man den verseuchten Boden von Penza zu sanieren. >> mehr Informationen

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